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20.05.2015 | Zuckerfallen aufgedeckt

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser – Versteckten Zucker enttarnen

Gerade in vermeintlich gesunden und kalorienarmen Produkten, wie Bio-, Natur- und fettarmen Produkten, steckt viel versteckter Zucker, der nicht sofort als solcher erkennbar ist. Gefährlich für die Gesundheit ist der raffinierte Industriezucker, der sich unter verschiedenen Bezeichnungen in vielen Produkten versteckt. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfahl jüngst lediglich fünf Prozent der konsumierten Kalorien pro Tag durch Zucker aufzunehmen. Hier wird erklärt worauf zu achten ist und wo sich Zucker verbergen kann.

Versteckter Zucker lauert in vielen Lebensmitteln

 

Ob sauer, salzig oder süß – die Hälfte aller Fertigprodukte steckt voller Zucker

Die industriell gefertigten Produkte sind praktisch und zeitsparend, enthalten allerdings oft versteckten Zucker oder Zuckerarten in hohen Dosen. Diese Produkte müssen nicht einmal süß schmecken. Ein gutes Beispiel dafür sind Ketchup, Fruchtjoghurts, Fertigsoßen oder Gewürzgurken. Der größte Teil des Pro-Kopf-Verbrauchs von Zucker wird in verarbeiteter Form verzehrt. Meist spielt es dabei keine Rolle, ob es sich um ein konventionelles oder ein Bio-Produkt handelt.

 

Dicksaft, Sirup und Co. – Der Zucker steckt im Detail

Auch bei Bio-Produkten sollte auf die Inhaltsstoffe geachtet werden. Häufig wird mit Zuckerrübensirup oder Agavendicksaft gesüßt. Letzterer enthält 75 Gramm Zucker auf 100 Milliliter und besteht vor allem aus Fruktose. Zuckerrübensirup ist trotz seines höheren Mineralstoffgehalts nur unwesentlich besser als weißer Zucker. Light und fettarme Produkte – mogeln bis der Arzt kommt Angaben wie „leicht“ oder „fettarm“ können verwirrend sein, da sie suggerieren, dass es sich um ein gesundes Produkt handelt. In den meisten Fällen bedeutet geringer Fettgehalt aber einen hohen Zuckergehalt.

 

Softdrinks – flüssige Kalorienbomben

Der meiste versteckte Zucker wird über Softdrinks aufgenommen. Ein Teelöffel Zucker hat zwanzig Kalorien – eine Dose Cola enthält zehn Teelöffel Zucker – das macht 200 Kalorien in flüssiger Form und ohne sättigenden Effekt.

 

Früchte aus der Dose, Salatdressings und Co. – Versteckte Zuckerfallen

Vermeintlich gesunde Produkte, wie Früchte aus der Dose, Müsliriegel oder das fertige Dressing zum Salat, können zur fiesen Zuckerfalle werden. Ein gesunder gemischter Salat kann durch ein fertiges Dressing schnell sehr ungesund werden, da viel Zucker enthalten ist, den man so nicht vermuten würde.

 

Worauf ist zu achten?

Zucker wird auf Lebensmitteln mit verschiedenen Bezeichnungen angegeben. Verbraucher, die auf Zucker verzichten wollen, sollten darauf achten, dass kein Mais-, Glukose- oder Fructosesirup oder Stoffe mit der Endung –ose (Maltose, Fructose, Glukose, Sukrose) auf dem Label angegeben sind. Die Liste der Inhaltsstoffe sollte ganz genau angesehen und es sollte so gut es geht auf industriell gefertigte Produkte verzichtet werden. Zucker, wie er in natürlichen und unverarbeiteten Lebensmitteln (zum Beispiel in Obst) vorkommt, ist weniger schädlich als in der isolierten, raffinierten Form.

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