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21.06.2021 | Wissenswertes über Xucker

Xucker bei Sorbitintoleranz

Fast jede/r vierte Deutsche verträgt bestimmte Bestandteile aus der Ernährung nicht. Nahrungsmittelunverträglichkeiten beschäftigten daher viele Menschen. Sorbit ist ein Zuckersatzstoff, der einigen Personen Beschwerden bereitet. Wir gehen heute der Frage auf den Grund, ob Personen mit Sorbitolintoleranz dennoch auf Xucker statt Zucker zurückgreifen können.

Was ist eine Sorbitintoleranz?

Sorbitol gehört chemisch betrachtet - wie auch Xylit und Erythrit - zu den Zuckeralkoholen. Eine Sorbitolintoleranz tritt selten einzeln auf. In der Regel gilt eine Unverträglichkeit gegenüber Sorbitol als ein Merkmal einer allgemeinen Zuckerverwertungsstörung. Betroffenen Personen machen daher oft auch andere Kohlenhydrate wie Fructose und Lactose Probleme. Menschen mit einer Intoleranz können Sorbitol nicht verdauen, deshalb wird der Zuckeraustauschstoff im Dickdarm von bestimmten Darmbakterien verstoffwechselt. Das kann zu verschiedenen Magen-Darm-Beschwerden wie Blähungen, Durchfall, Völlegefühl, aber auch zu Übelkeit und Kopfschmerzen führen.

Was darf ich bei Sorbitolintoleranz noch essen?

Um herauszufinden wie groß die persönliche Toleranzgrenze von Sorbit ist, sollte nach der Diagnosestellung durch einen Arzt zunächst vollständig auf Sorbitol verzichtet werden. Gehen die Beschwerden zurück, kann Sorbit Stück für Stück wieder in die Ernährung eingeführt werden, bis die persönliche Toleranzgrenze erschlossen wurde. So ist es möglich mit Fingerspitzengefühl heraus zu finden, welche Lebensmittel in welchem Maße vertragen werden. Für Betroffene von Intoleranzen kann es nämlich schwierig werden, trotz der Einschränkungen ausgewogen zu essen – besonders wenn mehrere Lebensmittelbestandteile nicht vertragen werden oder eine alternative Ernährungsform dazukommt. Indem Lebensmittel auf ihre Verträglichkeit getestet werden, ist es möglich weiterhin ein breites Spektrum an Nährstoffen aufzunehmen.

 

Sorbit steckt in vielen Lebensmitteln. Besonders häufig werden große Mengen verschiedenster Steinfrüchte nicht vertragen, aber auch Äpfel, Birnen und Trauben enthalten hohe Mengen Sorbit. Auch die Säfte aus diesem Obst, ebenso wie Trockenfrüchte können Beschwerden auslösen. Auch in Lebensmitteln, die zunächst nicht süß schmecken steckt Sorbit. Bei Gemüse sollte auf Aubergine, Brokkoli, Fenchel, Paprika und Rosenkohl weitestgehend verzichtet werden. Das gilt besonders für verarbeitetes Gemüse. Die Auswahl an sorbitfreien Früchten ist aber dennoch noch riesig: Avocado, Kirsche, Kiwi, Melonen, Erdbeeren oder Heidelbeeren sind beispielsweise frei von Sorbit – all das kann weiterhin genossen werden.

 

Schwierig hingegen wird es für Personen mit Sorbitolintoleranz beim Genuss von Fertigprodukten, da Sorbit von der Lebensmittelindustrie bevorzugt als Feuchtmittel eingesetzt wird. Der Zuckeraustauschstoff hat die positive Eigenschaft Lebensmittel vor dem Austrocknen zu schützen und damit länger genießbar zu machen: Trockene Kuchen, Süßigkeiten und Fertigsalate enthalten deshalb besonders oft zugesetztes Sorbitol. Vor allem in zucker- und kalorienreduzierten Produkten setzen Hersteller gerne Sorbit als Süßungsmittel ein. Betroffene sollten sich daher schnell angewöhnen die Zutatenliste beim Kauf von Produkten zu lesen und erst im Anschluss ihre Kaufentscheidung treffen. In großen Mengen vertragen auch Menschen ohne Sorbitintoleranz den Zuckeralkohol nicht. Übersteigt der Sorbitgehalt etwa 10% des Gesamtproduktes, muss der Hersteller deshalb angeben, dass das Lebensmittel eine abführende Wirkung haben kann.

Xucker bei Sorbitintoleranz

Zucker steckt in fast allen Lebensmitteln. Gesundheitsbewusste, Familien und Sportler verwenden Xucker daher gerne anstelle von Zucker. Doch wie sieht es bei Personen mit einer Intoleranz für Sorbitol aus?

Die Recherchen hier sind leider nicht sehr vielversprechend. Allgemein ist es empfehlenswert bei einer Sorbitintoleranz auch auf andere Zuckeralkohole wie Xylit, Erythrit, Maltit, Isomalt, Mannit und Lactit zu verzichten. Sie werden von Personen mit Sorbitintoleranz oft nicht gut vertragen, da sie im Darm ähnlich wie Sorbit verdaut werden und zu einer Überempfindlichkeitsreaktion führen können, die die typischen Symptome einer Sorbitintoleranz mit sich zieht.

Wie bei verschiedenen Lebensmitteln, kann es aber auch bei den Süßungsmitteln sein, dass eine bestimmte Menge einer Zuckeralternative gut vertragen wird. Hier ist wie auch bei sorbithaltigen Lebensmitteln Fingerspitzengefühl gefragt. Generell ist Erythrit von allen Zuckeralkoholen am besten verträglich. Daher können Betroffene durchaus den Versuch wagen mit kleinen Mengen Xucker Light statt Zucker zu süßen.

 

Hier gibt's Infos zu >> Xucker bei Fructoseintoleranz

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