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02.10.2015 | Wissenswertes über Xucker

Die Xuckerstoffe Xylit und Erythrit bei Haustieren

Kalorienarme, zuckerfreie Ernährung ist für den Menschen gesund – keine Frage! Mit Xylit und Erythrit bietet Xucker eine Lösung Süßes, ohne Reue zu genießen. Anlässlich des Welttierschutztages am 04. Oktober möchten wir dem Wunsch vieler Xucker-Konsumenten nachkommen und uns mit den Risiken und Vorteilen von unseren Xuckerstoffen für Haustiere auseinandersetzen. Je nach Tierart und Zuckeraustauschstoff gibt es hier große Unterschiede. Dieser Artikel soll darüber aufklären.

Xylit & Erythrit bei Hunden und Katzen

 

Der Xuckerstoff Xylit

Xylit ist ein Zuckeralkohol, der als Zuckeraustauschstoff in Kaugummis, Süßspeisen, Zahncremes usw. zum Einsatz kommt. Für den Menschen ist er vollkommen harmlos und hat sogar einen positiven, antikariogenen Effekt auf die Zähne. Auch wird momentan geforscht, ob Xylit bei der Osteoporose-Prävention und der Prävention von Diabetes Typ 2 Einsatz finden kann. Hier eröffnet sich also ein großes Potenzial.

 

Vorsicht bei Xylit und Hunden

Hunde vertragen jedoch Vieles nicht, das uns Menschen gut tut. So beispielsweise Schokolade, Knoblauch, Avocados, Rosinen, Nüsse, Milch, Salz und koffeinhaltige Getränke. Auch der Verzehr von Xylit kann für unsere vierbeinigen Freunde tödlich sein. Deshalb sollte der Zuckeraustauschstoff stets von ihnen ferngehalten werden. Auf Xucker-Produkten befindet sich aus diesem Grund immer ein Warnhinweis.

Doch warum vertragen Hunde den süßen Stoff nicht? Xylit hat bei Hunden einen starken Einfluss auf den Insulinspiegel, was nach etwa 15 bis 30 Minuten eine starke Unterzuckerung bewirkt, die unbehandelt zum Tode führen kann. Lethargie, Schwäche und Probleme bei der Koordination sind erkennbare erste Anzeichen für eine Unterzuckerung beim Hund. Vorsicht ist deshalb schon geboten, wenn ein Hund zuckerfreie Kaugummis frisst. Bei einem etwa 30 Kilo schweren Hund, sind 3 Gramm Xylit bereits zu viel. Je nach Hersteller entspricht diese Menge bereits 3 Kaugummis.

ERSTE HILFE: Frisst ein Hund Xylit, dann muss er schnellstmöglich zum Tierarzt gebracht werden. Hier wird bei schnellem Eintreffen medikamentös das Erbrechen des Hundes eingeleitet, damit das Xylit vom Darm nicht resorbiert werden kann. Bei späterem Eintreffen und ersten Auftreten von Symptomen bekommt der Hund eine glukosehaltige Flüssig-Infusion und wird 24 Stunden überwacht. Als erste Hilfe-Maßnahme kann Hunden bei ersten Symptomen auf dem Weg zum Tierarzt bereits gezuckertes Wasser oder Traubenzucker gegeben werden, damit der Blutzuckerspiegel aufrechterhalten wird. Dieses Vorgehen sollte zuvor jedoch telefonisch mit dem behandelnden Tierarzt abgestimmt werden.

Gleiches gilt übrigens auch bei Frettchen, Kaninchen, Kühen, Ziegen und Pavianen. Generelle Vorsicht ist auch bei anderen Nagetieren geboten.

 

Zahnpflegende Wirkung von Xylit bei Katzen

Bei Stubentigern ist Xylit als unbedenklich eingestuft. Es liegen keine Studien vor, die eine toxische Wirkung von Xylit auf den Organismus von Katzen nachgewiesen haben. Vielmehr kann Xylit in geringen Mengen mit in das Trinkwasser der Katzen gegeben werden. Xylit wirkt auch bei Katzen zahnpflegend und gegen schlechte Zähne sowie unangenehmen Mundgeruch.

Übrigens: Höhere Mengen Thunfisch, Schokolade, Zwiebeln, Knoblauch und Schnittlauch sowie Weintrauben/Rosinen, Tee und Kaffee sind schädlich für Katzen. Auch die in Milch enthaltene Laktose kann bei Katzen zu starken Verdauungsproblemen führen und sollte unbedingt gemieden werden.

Ähnlich unbedenklich ist es, wenn Hühner, Pferde oder Rhesusaffen Xylit fressen würden.

 

Der Xuckerstoff Erythrit

Bei Erythrit handelt es sich ebenso um einen Zuckeralkohol, der als Zuckeraustauschstoff verschiedenste Einsatzmöglichkeiten hat. Im Gegensatz zu Xylit ist Erythrit jedoch kalorienfrei und wird selbst von empfindlichen Personen sehr gut vertragen. Erythrit wird vom menschlichen Organismus unverändert wieder ausgeschieden.

 

Keine negativen oder positiven Effekte von Erythrit auf Tiere

Bislang liegen keine Studien vor, die aufzeigen, dass Erythrit eine negative Wirkung bei Haustieren hat. Auch bei höheren Dosen konnten bislang keine toxischen Auffälligkeiten festgestellt werden. Ob Erythrit in irgendeiner Weise einen gesundheitlichen Vorteil auf den Organismus von bestimmten Tierarten haben kann, konnte ebenso nicht nachgewiesen werden. Sowohl Hund, Katze als auch Nagetiere wie Ratten, scheiden das Erythrit über den Urin zu 90 Prozent unverändert wieder aus.

 

Erythrit als natürliches Mittel gegen Fruchtfliegen

Vor Erythrit in Acht nehmen müssen sich ausschließlich Fruchtfliegen. Wird etwas Erythrit in Wasser aufgelöst, dann lockt der süße Duft die lästigen Brummer an und wirkt auf sie toxisch. In den USA wird den Insekten auf diese Weise schon länger der Kampf angesagt, vor allem weil diese Methode für den Menschen gesünder ist, als chemische Raumsprays gegen Insekten.

 

Fazit

Tiere sollten immer artgerecht gefüttert werden. Süße Lebensmittel haben auf ihrem Futterplan daher nichts verloren, auch wenn sie kalorienreduzierte Alternativen wie Xylit oder Erythrit enthalten. Da geliebte Haustiere aber häufig dabei sind, wenn es sich Herrchen und Frauchen mit süßen Leckereien gemütlich machen, können „Unfälle“ manchmal passieren. Bei Hunden, Kaninchen oder Frettchen sollte beim Xuckerstoff Xylit sofort der Tierarzt aufgesucht werden. Auf andere Haustiere hat Xylit keine Nebenwirkungen. Katzen können sogar von der zahnpflegenden Wirkung von Xylit profitieren. Verzehrt ein Haustier unbeabsichtigt Erythrit, dann sollte das Tier zwar beobachtet werden, es sind bislang jedoch keine Nebenwirkungen bei Hund, Katze, Nagetier & Co. gefunden worden.

 

Weiterführende Quellen

Xylit

Erythrit

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