
Xylit ist gut für Zähne, Zahnfleisch und Knochen
Wikipedia lehrt uns: „Vor allem in Finnland wurde seit den 1970er-Jahre der Einsatz von Xylit systematisch erforscht. Dabei wurde belegt, dass Xylit nicht nur die Kariesbildung nachhaltig hemmt, sondern auch zu einer Remineralisierung der betroffenen Zahnbereiche führen kann. Die antikariogene Wirkung wird dadurch erklärt, dass die kariogenen Streptococcus mutans das Xylit nicht verstoffwechseln können und damit absterben.
Weiterhin werden sie auch daran gehindert, als Plaquebakterien an der Zahnoberfläche anzuheften. Als ausreichende Xylitmenge wurden in den finnischen Studien 6-12 Gramm pro Tag – aufgeteilt in mehreren Portionen – ermittelt. Dies kann mittels Kaugummi, Lutschpastillen oder Xylitpulver erfolgen. Darüber hinaus regt Xylit die Speichelproduktion an und fördert die Bildung von Komplexen mit Calcium und Speicheleiweißen in der Mundhöhle, was zu einer Remineralisierung der Zahnhartsubstanz (Zahnschmelz) führt.“
Die zahnpflegende Wirkung von Xylit beruht in vor allem in der Anhebung des pH-Werts vom sauren in den neutralen Bereich, denn nur im sauren Milieu (pH 4 - 5) heften sich Karies-Bakterien an die Zähne und bilden eine schädliche Plaque. Ohne Plaque entsteht kein Karies. Insbesondere das regelmäßige Vorhandensein von Xylit in der Mundhöhle verhindert nicht nur eine Säureproduktion, sondern begünstigt darüber hinaus eine Streptokokken-Population mit erheblich verminderter kariogener Potenz.
Zucker fördert Karies und Parodontitis
In Deutschland sind nur circa ein Prozent der Erwachsenen kariesfrei. Zahnkaries entsteht, wenn Zähne durch bakteriell erzeugte Säure angegriffen sind. Die Bakterien, eine besondere Art von Streptokokken, erzeugen die Säure bei der Verstoffwechselung von Kohlenhydraten wie zum Beispiel Zucker oder Stärke. Schon wenige (5) Minuten nach dem Essen ist dabei das Maximum erreicht. Die Bakterien benötigen ein saures Milieu (pH 4 - 5), um sich an die Zähne anzuheften. Dort erst können sie ihre volle schädliche Wirkung entfalten.
Eine Parodontitis entsteht, wenn Bakterien sich an den Zahnhälsen ansammeln und eine sogenannte Plaque bilden. Dabei sondern sie Stoffe ab, die zu Zahnfleischentzündungen (Gingivitis) führen. Im fortgeschrittenen Stadium führt eine Parodontitis zum Abbau von Zahnfleisch und Knochen.
Kariesprophylaxe mit Xylit
Wie bei allen vermeidbaren Erkrankungen ist das beste Mittel gegen Karies und Parodontitis eine gute Prophylaxe. Neben der regelmäßigen Zahnpflege mit Zahnbürste und Zahnseide spielt die Nahrung eine maßgebliche Rolle: Wer sich zuckerarm und vollwertig ernährt, braucht sich vor Karies kaum zu fürchten – besonders bei regelmäßiger Xylit-Anwendung.
Als Kariesprophylaxe wird Xylit mehrmals täglich angewendet. Lassen Sie dazu direkt nach jeder Mahlzeit einen schwach gehäuften Teelöffel Xylit (ca. 4 g) langsam auf der Zunge zergehen. Sie werden einen angenehmen kühlenden Effekt spüren, dabei wird der Speichelfluss angeregt. Behalten Sie die Lösung für ca. 1 Minute im Mund (hin- und herspülen) und schlucken Sie sie anschließend herunter oder spucken Sie sie aus. Sie können natürlich auch damit die Zähne putzen.
Xylitkaugummis oder -bonbons erfüllen den gleichen Zweck.
Am einfachsten ist es, wenn man mit Xylit gesüßte Getränke (Tee, Kaffee, mit Xylitol gesüßte Milch, Kakao, kalte Getränke) zu sich nimmt und so die Zähne ständig mit Xylit in Verbindung bringt. Optimal ist die Kombination mit Kalzium-haltigen Getränken oder Speisen (Milch und Milchprodukte), weil Kalzium mit Xylit Komplexe bildet, die die Remineralisierung von Zähnen und Knochen fördern.
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