
Für die Herstellung von Xylit werden meistens Xylose- oder Xylan-haltige Pflanzenfasern als Rohstoff verwendet. Dies können z. B. Birken-, Buchenrinde oder Mais sein. Der weltweite Bedarf kann nicht allein durch den Einsatz von Holz und Baumrinde gedeckt werden, deshalb kommt häufig Mais zum Einsatz. In China zum Beispiel wird Xylit nur noch aus Xylose hergestellt, deren Ursprung im Mais liegt.
In den meisten Ländern der Welt wird kein Genmais angebaut, der für den menschlichen Verzehr gedacht ist -- ausgenommen die USA und Argentinien. In China, woher wir unseren Rohstoff zum Teil beziehen, ist der Anbau gesetzlich verboten. Da sich dies etwa ab 2014 ändern wird, haben wir uns entschieden, ab 2014 (oder früher) keine chinesische Ware mehr anzubieten.
Chinesen und Gentechnik
Die meisten Chinesen verspüren, anders als viele Europäer vermuten, ein großes Misstrauen gegenüber Gentechnik. Dies zwang die großen chinesischen Nahrungsmittelkonzerne im Jahr 2003 zur Zusage, keine gentechnisch manipulierten Organismen einzusetzen. Greenpeace-Meldung lesen (externer Link). Dort sind auch alle Lebensmittel-Produzenten gesetzlich verpflichtet, ihre Produkte entsprechend zu kennzeichnen. Im Moment verändert sich die Situation leider etwas. Die Mais-Produzenten testen Genmais und warten auf dessen Zulassung, mit der ca. ab 2014 zu rechnen ist.
Mais ist sicher, Xylit erst recht
Die großen chinesischen Xylit-Hersteller haben langjährige Verträge mit ihren Bauern oder lassen Mais auf eigene Rechnung anbauen. So haben sie die maximale Kontrolle über das Saatgut und die Qualität. Alle großen Hersteller sind nach europäischen Maßstäben zertifiziert (DIN 9001 und 14001), sie beliefern weltweit zahlreiche Lebensmittel- und Pharma-Konzerne. Die Zertifikate lassen sich zwar fälschen, aber wir überprüfen die Zertifikate natürlich bei der ausgebenden Stelle SGS (http://www.sgsgroup.de), nicht beim Hersteller.
In China werden tausende Tonnen (!) Xylit hergestellt. Kein Hersteller kann sich erlauben, durch falsche Auszeichnung oder Qualitätsmängel seine Kunden zu verprellen. Auch Deutschland ist für die Chinesen inzwischen ein interessanter Markt, der Verbrauch steigt stetig.
Wir vertrauen unserem chinesischem Lieferanten, trotzdem möchten wir uns auf keine Kompromisse einlassen. Wir versprechen unseren Kunden, dass wir, sobald Genmais in China für die Herstellung von Lebensmitteln zugelassen ist, keine chinesische Ware mehr anzubieten. Schon ab Mitte Juli 2012 werden wir unser Xucker light (Erythrit) nur noch aus Europa beziehen, vom drittgrößten Hersteller der Welt. Es wird aus europäischem Mais hegesetellt, der zertifiziert gentechnikfrei ist.
Xylit ist ein sehr reines Endprodukt. Durch aufwändige, mehrstufige Filterung enthält es auch keine nachweisbaren Spuren von Pflanzenschutzmitteln. In der schlechtesten Qualität beträgt die Reinheit ca. 98,5 %, in den besten Qualitäten (z. B. bei Xucker) beträgt der Reinheitsgrad über 99,5 %. Das, was zu den 100 % fehlt, sind Spuren verschiedener Zuckeralkohole. Andere Fremdstoffe wie Salze usw. sind so gut wie nicht nachweisbar.
Das heißt: Selbst, wenn ein Hersteller tatsächlich Xylit aus genmanipuliertem Pflanzenmaterial herstellen würde, könnte es niemand nachweisen, ohne die ursprüngliche Pflanze selbst zu prüfen. Das Endprodukt Xylit ist nämlich frei von Eiweißbestandteilen, an denen Gentechnik nachweisbar wäre. Auch in dieser Hinsicht ist Xylit daher gesundheitlich unbedenklich -- garantiert.
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